Gestern haben wir eine grosse Freude mit unserer Kindergruppe und Br. Juan mit seinen grossen Söhnen gehabt. Wir haben bei einer alten, gelähmten Mapuchenfrau, die früher treu in die Gemeinde kam, ihr Grundstück von Müll befreit und die Männer haben gehacktes Holz unter Dach gebracht. Riesige Haufen von Müll, unvorstellbar, aber sie sind verschwunden. Dann haben wir mit den Kindern gesungen und mit der kranken Frau gebetet. Der Sohn und die Schwiegertochter (sie wohnen etwas weiter in einem schönen neuen Haus) waren für 4 Tage nach Santiago gefahren und hatten die alte gelähmte Mutter ohne Essen einer barmherzigen Nachbarin überlassen. So viel Herzlosigkeit von Leuten, die sich Christen nennen. Bei unseren wöchentlichen Besuchen mit Br. Juan und seiner Frau Marta sahen wir diese Not. Kein Feuer in der Bretterbude, die arme im Rollstuhl bei offener Tür. Ihr Mann ist schwer krank im Krankenhaus, der sonst so gut er kann, für sie sorgt. Wie schön es jetzt ringsherum aussieht, hat auch die Kleinen und Grossen froh gemacht.

Viele Grüsse und Segenswünsche. Seien wir dankbar für all das Gute, was wir haben dürfen, nicht wahr, meine Lieben? Ist es doch lauter Gnade und unverdiente Barmherzigkeit! Wir grüssen Euch aus der Ferne!
Einen gesegneten Sonntag wünschen euch,
Eure Chilenen